Freitag, Juni 29, 2007

Mein Leben in Berlin

Der Blog soll ja nicht umsonst so heißen. Ich habe oft Besuch und zeige ihm dann auch einiges in Berlin. Aber auch so nehme ich manchmal meine Kamera einfach mit und mache viele Fotos. Diesen Monat hatte ich gleich 3 Mal die Gelegenheit dazu in nur 2 Wochen. ;) Ich wollte euch einige dieser Fotos hier zeigen. Ich mache extra für den Blog hier sehr viele Fotos von z.B. einem Gebäude. Ich liebe es einfach, zu fotografieren.
Kaum war ich am 1. Juni wieder in Berlin gelandet, hatte ich einen Anruf auf meiner Mailbox von Clarke aus München, dass er nur heute in Berlin ist. Also wollten wir uns abends kurz treffen, um mal hallo zu sagen. Irgendwie habe ich dann doch 2,5 Stunden auf ihn gewartet und konnte in der Zeit sehr viele Fotos ums Brandenburger Tor rum machen.

UPDATE: Ich werde euch ein paar Fotos zeigen, die ich rund um das Brandenburger Tor gemacht habe. Das Brandenburger Tor war auch die Grenze zwischen West- und Ost-Berlin. Die ersten Fotos sind alle von der Westseite gemacht:
Typisch für Berlin und besonders den Touristen-Bereich sind die Rickshaws, die man dort in Massen findet. Man kann sich damit durch Berlin kutschieren lassen. Der Platz vor dem Brandenburger Tor auf der Westseite heißt "Platz des 18. März". An diesem Tag gab es gleich 2 wichtige Ereignisse in der deutschen Geschichte. Zum einen erinnert es an die Revolution vom 18. März 1848, wo einige hundert Menschen ums Leben kamen, zum anderen an die ersten freien (und letzten) Volkskammerwahlen vom 18. März 1990 in der DDR.
An diesem Tag fand eine Demonstration statt, die bis zum Brandenburger Tor ging. Die Polizei stand schon mal vorher da und "sorgte" für Sicherheit. Das andere Foto ist eine Ansicht des 17. Juni mit Blick zur Siegessäule. Am 17. Juni 1953 gab es in der gesamten DDR einen Aufstand, der blutig beendet wurde. Der Aufstand richtete sich gegen die sozialistische Diktatur.
So sieht der Blick auf den Reichstag aus, wenn man direkt vor dem Brandenburger Tor steht. Das ist einfach eines der schönsten Gebäude, die wir haben. Ich liebe den Reichstag, weil er alte und moderne Architektur verbindet und eine so große Bedeutung in der deutschen Geschichte hat.
Kommen wir zu einem Blick durch das Brandenburger Tor nach Osten über den Pariser Platz zum Fernsehturm hin. Dieser Platz war zwischen 1945 und 1990 Teil der Sektorengrenze zwischen Ost und West und damit nicht begehbar. Jetzt ist der Platz für Fußgänger erreichbar. Während der DDR war der Platz nicht bebaut. Seit der Vereinigung wurde der Platz wieder so aufgebaut, wie er früher (zum Großteil) einmal war. Direkt nach dem Mauerfall bin ich mit meiner Familie zum Brandenburger Tor gefahren und wir haben ein kleines Stück Mauer mitnehmen können, wo jetzt Häuser stehen. Der Fernsehturm wurde in der DDR gebaut, um das DDR-Fernsehen ausstrahlen zu können. Der Turm ist insgesamt 365 m hoch. In der Kuppel befindet sich eine Aussichtsplattform und ein Restaurant. Beides ist auf einer drehbaren Scheibe, die sich einmal in einer Stunde dreht. Somit kann man einen Rundumblick über Berlin genießen, ohne sich auch nur zu bewegen. ;) Religion war in der DDR nicht sehr angesehen. Nach dem Bau des Fernsehturms wurde schnell klar, dass einige physikalische Gesetzte zur Lichtbrechung nicht so beachtet wurden. Wenn die Sonne auf die Kugel scheint, bildet das Licht durch die Krümmung der Kugel ein Kreuz. Dies wird im Volksmund auch als Rache des Papstes genannt. *smile* Hoch über der Stadt hing also immer das Kreuz. Der Name kam aber erst nach der Wende auf. Vorher wurde es von den Ostberlinern "Dibelius' Rache" genannt, da Bischof Dibelius von Berlin-Brandenburg seine Residenz dort aufgeben musste, wo heute der Fernsehturm steht.

Fortsetzung folgt...

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