
Klein Steffi ist ganz glücklich, wenn sie mal aus der großen, grauen Stadt herauskommt. Endlich wieder Kleinstadtluft bzw. Landluft schnuppern. Ihr glaubt gar nicht wie mein Herz höher schlug, als ich am 22.12. von Berlin nach Brandenburg fuhr. Weihnachten war vor der Tür. Einkäufe erledigt. Auf Weihnachstmärkten war ich auch. Kalt war es auch schon. Aber die Weihnachtsstimmung hat gefehlt. Was ist Weihnachten ohne WEIß - ohne Schnee? Kaum war ich aus Berlin raus, waren alle Bäume und Felder weiß. Das meiste war nur Raureif und kein Schnee, aber immerhin ein Anfang.

Und wenn ich dann noch Tiere sehe, ist alles vorbei. Am 23.12. sind wir nach Belzig in eine Erlebnisgaststätte gefahren. Erlebnis gabs draußen. Wir haben ein Nutria gesehen. Vielleicht auch bekannt als Biberratte. Mutig, wie ich war, ging ich ganz nach vorne um das Nutria im Wasser zu fotografieren.

Nur da kam es plötzlich hoch und mir entgegen. Stand vor mir und schnüffelte an meiner Hose. Und ich dachte, die Tiere sind sowas von scheu. Aber da hab ich doch lieber das Weite gesucht. Wir haben nachgefragt, Nutria beißen auch mal und das wollte ich nicht riskieren. Nett war es aber schon.

So sieht das Nutria mal von der Nähe aus. An sich war es ja ganz putzig, nur wenn ich etwas nicht kenne, dann lass ich Vorsicht walten. Es war ein mulmiges Gefühl, durch die Kamera zu sehen, wie das Nutria immer näher kommt.

Habt ihr den Schwanz gesehen? Da sieht es echt wie eine Ratte aus. Also doch wieder irgendwie unheimlich. Ich habe mir aber wirklich überlegt es zu streicheln. Ich glaub, ich hatte nur schon zu viel Erfahrung. Außerdem war es ein Tag vor Weihnachten und wer will da schon einen Biss riskieren?

Selbst der Winter ließ grüßen. Knapp hinter dem kleinen Bächlein zauberte der Wasserfall vom Fischteich über das Mühlrad kommend eine kleine Winterlandschaft. Gut das sich der Geruch hier noch nicht übertragen läßt. ;) In Kleinen Gehegen waren dann noch Wild- und Wollschweine zu sehen.

Und plötzlich stand er mit seiner Herde vor mir. Rudolph. Er musste mir auch einmal hallo sagen. Und dafür konnte ich ihn auch streicheln. Selbst die kleinen Kitze kamen an. Nur die waren noch etwas vorsichtiger, da Papa Rudolph nur das Beste für die Kleinen wollte und alles Fremde, so gut es ging, fernhielt. Und ja ich stand wirklich so dicht vor Rudolph. Mein kleines Kinderherz schlug doch vor Freude an diesem Tag höher.
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