Heute Mittag habe ich einen Artikel gelesen. Überschrift: NRW will jungen Tätern U-Haft ersparen. Jetzt könnt ihr erst mal überlegen, wie NRW das machen will. Ich kam jedenfalls auf eine andere Idee als NRW.
Junge Täter zwischen 14 und 18 Jahren sollen nicht in U-Haft sondern in Heimen mit pädagogischer Betreuung untergebracht werden. z.B. bei Eigentumsdelikten und einfacher Körperverletzung. Dafür sollen ca. 40 Plätze in NRW zur Verfügung stehen. Was wird hier versucht zu verringern? Erstens sind 40 Plätze ein Witz, wenn allein Köln mit 100 Intensivtätern zu tun hat. Und wie schön ist es doch den Jugendlichen nach einer Tat die Haft zu ersparen. Wo bleibt der Lerneffekt. Aber viel schlimmer finde ich, warum versucht man erst die Täter nicht mehr in Haft zu bringen? Sollte man nicht vorher versuchen, die Jugendlichen nicht zu Täter werden zu lassen? Das ist doch eine sinnvolle Sache und man braucht sich nicht um die Unterkunft und Betreuung kümmern. Und die Jugendlichen geraten hoffentlich erst gar nicht auf die schiefe Bahn. Ein Leben gerettet?
Gerade gibt es eine Sendung im TV über Security in einer "Disco" in Olpe. Es ist eine Disco mit gehobenen Ansprüchen. Höheres Alter, Kleiderordnung, Besoffene kommen nicht rein. Wer zu viel trinkt fliegt raus. Dann gibt es extra eine Showeinlage (Männer- und Frauenstriptease) um die Leute anzuheizen, dass sie mehr trinken. Genau in den Situationen grabschen einige Männer Frauen an den Hintern. Diese Männer werden rausgeholt und rausgeschmissen. Was haben die mit dieser Showeinlage sonst erwartet? Hallo? Das war doch der Aufruf für die Männer. Und dann wundern sich die Betreiber, dass Frauen angegrabscht werden? Und die Männer werden bestraft. Und eigentlich geht es den Betreibern darum, dass alles sittlich abläuft und nichts eskaliert. Deswegen animiert man vorher? Wo ist denn bitte da die Logik?
Junge Täter zwischen 14 und 18 Jahren sollen nicht in U-Haft sondern in Heimen mit pädagogischer Betreuung untergebracht werden. z.B. bei Eigentumsdelikten und einfacher Körperverletzung. Dafür sollen ca. 40 Plätze in NRW zur Verfügung stehen. Was wird hier versucht zu verringern? Erstens sind 40 Plätze ein Witz, wenn allein Köln mit 100 Intensivtätern zu tun hat. Und wie schön ist es doch den Jugendlichen nach einer Tat die Haft zu ersparen. Wo bleibt der Lerneffekt. Aber viel schlimmer finde ich, warum versucht man erst die Täter nicht mehr in Haft zu bringen? Sollte man nicht vorher versuchen, die Jugendlichen nicht zu Täter werden zu lassen? Das ist doch eine sinnvolle Sache und man braucht sich nicht um die Unterkunft und Betreuung kümmern. Und die Jugendlichen geraten hoffentlich erst gar nicht auf die schiefe Bahn. Ein Leben gerettet?
Gerade gibt es eine Sendung im TV über Security in einer "Disco" in Olpe. Es ist eine Disco mit gehobenen Ansprüchen. Höheres Alter, Kleiderordnung, Besoffene kommen nicht rein. Wer zu viel trinkt fliegt raus. Dann gibt es extra eine Showeinlage (Männer- und Frauenstriptease) um die Leute anzuheizen, dass sie mehr trinken. Genau in den Situationen grabschen einige Männer Frauen an den Hintern. Diese Männer werden rausgeholt und rausgeschmissen. Was haben die mit dieser Showeinlage sonst erwartet? Hallo? Das war doch der Aufruf für die Männer. Und dann wundern sich die Betreiber, dass Frauen angegrabscht werden? Und die Männer werden bestraft. Und eigentlich geht es den Betreibern darum, dass alles sittlich abläuft und nichts eskaliert. Deswegen animiert man vorher? Wo ist denn bitte da die Logik?
Also bitte, Steffi! Jeder Mann hat in der Disko immer noch die Entscheidung, eine Frau "anzugrabschen" oder nicht. Er wird von niemandem dazu gezwungen. Tut er es, muss er die Konsequenzen tragen. Natürlich trägt die Striptease-Stimmung dazu bei. Wir dürfen aber nicht den Männern jegliche Selbstbestimmung absprechen, frei nach dem Motto: sind alles Tiere, wenn man sie loslässt. Das ist doch Quatsch! Auch in einer solchen Umgebung muss Mann sich beherrschen können - er ist schließlich kein Tier!!!
AntwortenLöschenUnd die Frauen haben ABSOLUT keine Schuld, Mitschuld oder was auch immer, wenn ein Kerl sie einfach anfässt!!! Frauen sind keine Objekte, die jeder befummeln kann, wenn er eine Strip-Show sieht, besoffen ist oder einfach auf seine "männlichen Triebe" verweist. In Kriege können sie ziehen, weil sie "Manns genug" sind, aber in einer lächerlichen Diskothek geht plötzlich nichts mehr, und sie werden überwältigt von ihrem Sexualtrieb?
Ich bin etwas enttäuscht (bitte nicht falsch verstehen), dass Du diesen Ausreden auf den Leim gegangen bist.
Ich muss mich bei dieser Sache meiner Vorrednerin anschließen.
AntwortenLöschenBei einer Stripeinlage geht es nur um´s Gucken und Geld ausgeben, Anfassen ist verboten! Eine Stripperin ist keine Prostituierte! Auch sie hat ihre Rechte! Sicherlich wollen einige Männer gern den Körper, den sie da sehen, anfassen, aber dafür ist eine Stripshow nicht da. Sie können Geld geben, damit die Mädels für sie tanzen oder sich noch mehr ausziehen, aber wenn sie unbedingt "grapschen" wollen, dann bleibt nur der Puff! Ich finde schon, dass dahinter eine Logik steckt, Stripshow= ist Anheizen und damit Geldausgeben, und nur zum Gucken, Puff= Anfassen und Geld ausgeben etc. Jeder hat sich daran zu halten (und der männliche Trieb darf hierbei keine Ausrede sein), sonst wäre ja jede knappe Bekleidung einer Frau ein Freibrief für "angeheizte" Männer mit diesen alles zu tun, was sie wollen. Wie schon gesagt, Männer sind keine Tiere, die meisten können diese gesellschaftlichen Regeln auch befolgen.
Zu den jugendlichen Straftätern wollte ich mich noch äußern: so wie ich es verstanden hab, geht es hierbei erstmal um die Vermeidung der U-Haft, also der Untersuchungshaft, wie ich es bisher annahm.(Also der Haft vor der Haft als Verurteilung, aber verbessert mich, wenn ich mich irre.) Das bedeutet, meiner Ansicht nach, also nicht in jedem Fall eine generelle Haftverschonung.
AntwortenLöschenDu fragst bei Heimen mit pädagogischer Betreuung nach dem Lerneffekt, aber Steffi- gibt es denn immer einen Lerneffekt mit einer Haftstrafe? Wir dürfen nicht vergessen, dass es hier um Jugendliche geht...und es handelt sich anscheinend nicht um Intensivtäter, die diese Maßnahme bekommen sollen. Egal wie man diese Idee der geschlossenen Heime auch beurteilen mag- ein sofortiges Wegsperren jeglicher jugendlicher Straftäter untergräbt jeden pädagogischen Hilfsgedanken.
Mein Punkt war eigentlich ein anderer. Ich habe gar nichts dagegen gesagt, dass Männer sich unter Kontrolle haben müssen. Dem stimme ich zu. Mir ging es darum, dass in dieser Disko hohe Ansprüche herrschen. Niemand kommt betrunken rein und es wird darauf geachtet, dass niemand drinnen zuviel trinkt. Sonst ist man gleich draußen. Es gibt "Gesichtskontrolle". Wer nicht sympathisch ist und nach Ärger aussieht, der wird nicht reingelassen. Auch sonst wird ständig aufgepasst, dass alles gut abläuft und niemand belästigt wird. Also wozu dann die Einlage? Das passt nicht zusammen. Außerdem haben diese Männer fremde Frauen (also Gäste) angegrabscht und nicht die "Tänzerin".
AntwortenLöschenMein Punkt zur U-Haft war, dass man vorher etwas tun muss, damit U-Haft und Straftat vermieden werden. U-Haft kann nur bei bestimmten Voraussetzungen verhängt werden. Eine ist, dass es keine geringfügige Straftat war. Es steckt also schon einiges dahinter und dass die Tat wiederholt bzw. zuende geführt werden könnte... Außerdem erfordert jede Tat eine Konsequenz. Die aber auch vorher festgelegt sein muss.
AntwortenLöschenKlar, man sollte vorher etwas tun, damit Straftat und U-Haft verhindert werden, keine Frage.
AntwortenLöschenUnd ja, jede Tat erfordert eine Konsequenz. Aber es geht hierbei immer noch um Kinder und Jugendliche- der Hilfsgedanke sollte so weit es möglich ist noch im Vordergrund stehen. Wenn immer eine festgelegte Konsequenz auf Taten folgen soll,egal wie alt die Täter auch sein mögen und wie die jeweilige Situation auch aussähe, dann sind wir schnell dabei 14Jährige sofort wegzusperren. Strafe allein verhilft diesen Kindern nicht dazu z.B. bestimmte soziale Kompetenzen zu lernen, die sie vielleicht durch ihr Elternhaus nicht mitbekommen haben. Die vorgesehenen Heime sollen ja anscheinend geschlossene Heime sein, außerdem spielen die Jugendlichen dort ja nicht den ganzen Tag Tischtennis, sondern es wird mit ihnen sozialpädagogisch gearbeitet, auch das sollte man nicht vergessen.
Ich habe ja gesagt, dass ich die 40 Plätze für zu wenig halte. Meiner Meinung nach hängt ein Erfolg sehr vom Nutzen dieser Heime ab. Also wie weit helfen sie den Tätern wirklich. Nur Zeigefinger "das war nicht gut" bringt nichts. wegsperren halte ich auch nur in sehr schweren Fällen für sinnvoll.
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