Donnerstag, Februar 01, 2007

Einmal Krankenwagen fahren

Ich bin ja schon mal im Krankenwagen gefahren, aber heute wurde ich als Patient ins Krankenhaus damit gebracht. Keine Sorge es ist alles wieder in Ordnung. Ich hatte so starke Schmerzen, dass ich ohnmächtig wurde für eine kurze Zeit. Und meine Kollegen haben dann die Feuerwehr gerufen und die haben mich mitgenommen. Es war richtig interessant. Ich konnte mit den beiden Feuerwehrmänner sogar lachen, trotz der starken Schmerzen. Ich stand etwas neben mir. Ich muss sagen, der Feuerwehrmann, der mit mir im Wagen gefahren ist, hat mir alles super erklärt.

Es gab einige Highlights, die ich so lustig finde:
  • "Wir bringen Sie ins Urban-Krankenhaus. Kennen Sie das?" - "Den Namen habe ich schon mal gehört. Sonst nein." - "Das ist in Kreuzberg" (wo ich arbeite). Aha jetzt bin ich schlauer.

  • Es hatte gerade sehr im Krankenwagen gewackelt. "Sorry, mein Kollege fährt manchmal sehr chaotisch." - "Kein Problem, das ist sogar sehr gut, da gehen die Schmerzen weg."

  • Schwester, als sie mir sagte, ich darf nach Hause gehen: "Haben Sie einen weiten Weg nach Hause?" - "Ähh, ich wohne S-Bahn Beusselstraße. Ich weiß nicht, wo ich bin." - "Ja, das ist weit. Wir sind am Paul-Linke-Ufer, zwischen Kotbusser Tor und..." - "Ja, das ist sehr weit" Und ich wusste immer noch nicht genau, wo ich war.

Da ich nicht selber ins Krankenhaus gelaufen bin, hatte ich keinen Plan, wie ich rauskam und wohin ich zur U-Bahn gehen musste. Ich glaube, die Schwestern haben gedacht, ich bin verrückt. Ich musste 2 Mal fragen, wo es rausgeht. Und draußen hatte ich auch keine Ahnung, wo ich bin. Zum Glück wollte ein Freund von mir, Aaron, vorbeikommen. Aber sie hatten mich viel früher entlassen als gedacht. Als ich draußen war, haben wir uns über Telefon gefunden, wobei es für mich schwer war zu beschreiben, wo ich bin. Aber es klappte. Selbst als Aaron mir sagte, welche U-Bahn hier ist: Ich hatte keine Ahnung. Ich habe mich noch nie so verloren gefühlt. Durch die Medikamente war ich auch nicht richtig bei Sinnen. Aber zum Glück habe ich die U-Bahn-Station wiedererkannt, weil ich dort nach einer Wohnung gesucht hatte. Ich war so froh zu wissen, wo ich bin. Ich denke, ich habe noch nie so stark gespürt, dass ich einen Segen brauchte wie heute, als ich im Krankenhaus lag. Und ich bin so dankbar, dass ich auch einen bekommen konnte. Wahrscheinlich bin ich dankbarer für das Priestertum und dass unsere Brüder bereit sind, jeder Zeit einen Segen zu geben. Danke Aaron, für deine Zeit und dass du für mich da warst!!! Es war für mich ein sehr gutes Erlebnis heute.

2 Kommentare:

  1. Wow. Das ist eine verruckte Geschichte. Vor allem, dass du totall "verloren" warst - das bist du nie! Ich hoffe, dass alles wieder in Ordnung ist. Das Priestertum ist wirklich ein Segen. Es scheint mir, dass dieser Aaron Typ ein echt guter Mensch ist. Du sollst oefter ueber ihn schreiben ;)

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  2. Ich glaube, das Schlimmste an dem ganzen war wirklich, dass ich verloren war. Wenn man nicht sieht, wo man hinkommt und plötzlich alleine seinen Weg finden soll ... man hat keine Orientierung.

    Aber es ist alles in Ordnung. Freitag war wieder alles super.

    Ja, Aaron ist ein sehr guter Mensch. Deswegen darf er ja auch meine Berufung jetzt weitermachen ;)

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