Donnerstag, September 18, 2008

Gibt es Gerechtigkeit im Leben?

Sicher kennt jeder mal so eine Situation, wo er/ sie überlegt, wo die Gerechtigkeit bleibt. Wollen wir denn Gerechtigkeit?

Samstag hat Christine etwas sehr interessantes dazu gesagt. Sie hatte für sich beschlossen, dass es keine Gerechtigkeit gibt und auch nicht nach diesem Leben geben wird. Warum? Naja, dann gäbe es die Barmherzigkeit nicht. Wenn ich Gerechtigkeit möchte, wenn mir jemand anderes etwas angetan hat, dann greift die Gerechtigkeit aber auch in meinem Leben - in allem, was ich tue. Mmh. Will ich das wirklich? Ich glaube nicht. Das würde heißen, ich muss für jeden Fehler selber einstehen und die gerechte Konsequenz tragen. (Also ich komme zu spät und der andere würde dafür das nächste Mal auch zu spät kommen, um es wieder auszugleichen. Wäre nur gerecht.) Dann brauchen wir aber auch kein Sühnopfer mehr. Denn dadurch kommt ja die Barmherzigkeit zustande. Und die gäbe es nicht mehr.
Seien wir doch froh, dass wir die Gelegenheit haben, aus unseren Fehlern zu lernen und es besser zu machen, ohne die gerechten Konsequenzen tragen zu müssen. Und wenn wir den anderen die Barmherzigkeit auch zugestehen, dann werden wir doch viel glücklicher sein. Es ist gerecht, dass es Barmherzigkeit gibt. :D

5 Kommentare:

  1. In diesem Leben gibt es ganz sicher keine Gerechtigkeit, nur punktuell. Menschen entschließen sich, so oder eben anders zu handeln und niemand kann sie zur Gerechtigkeit zwingen.

    Für nichtgläubige Leute ist an diesem Punkt Schluss.

    Ich bin aber froh, Folgendes in der Zukunft nach der Auferstehung noch zu erleben: Wenn wir mit Gott zusammen leben, wird es Gerechtigkeit geben. Die Welt, wie wir sie kennen, wird dann vorbei sein. An jede unserer schlechten Taten wird aufgrund vom Sühnopfer Jesu nicht mehr gedacht. Dann wird es Gerechtigkeit pur geben, denn wir werden vollkommen verwandelt sein - also nicht mehr diese Wracks sein, die wir jetzt sind. Bei Gott kann es nicht anders als nur gerecht zugehen und wir werden dann in der Lage sein, auch so zu denken und handeln. Eine gerechte Gesellschaft voller Liebe! Wie toll und wie unvorstellbar zugleich! Ich freu mich schon...
    (Ich hoffe, ihr konntet mir irgendwie folgen...)

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  2. Zum Sühnopfer noch eine Ergänzung:
    es ist GERECHT UND BARMHERZIG.

    gerecht:
    ... weil meine Sünde einen Preis fordert - den Tod.

    barmherzig:
    ... weil nicht ich, sondern Christus diesen Preis bezahlte.

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  3. Was ist es also was wir wollen, wenn wir im Alltag - vielleicht ein wenig leichtfertig - Gerechtigkeit einfordern? Ist es nicht vielmehr immer dann der Fall, wenn wir uns ungerecht behandelt oder im Nachteil fühlen?
    Wir hoffen auf Barmherzigkeit, wenn wir dem Ideal selbst nicht gerecht werden und schreien all zu schnell nach Gerechtigkeit wenn andere es tun.
    Ich bin dankbar Kerstin's Hoffnung teilen zu können, eines Tages zu erleben wie durch das Sühnopfer mir Barmherzigkeit zu Teil wird ohne das die Gerechtigkeit leer ausgeht.

    DAS LEBEN IST "GERECHT" ?!

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  4. Ich stimme immer mehr mit Dir überein, Robert. Das wird mir unheimlich =P

    Susi, was meinst Du zu Gerechtigkeit im Leben? Ich WEISS Du liest das hier auch, Hasi :-)

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  5. Gerechtigkeit ist kein Naturgesetz! Es gibt sie, wenn die Menschen sie einfordern, oder danach versuchen zu leben. Ansonsten gibt es sie natürlich nicht. Aber ich finde es viel interessanter, in diesem Leben Gerechtigkeit zu suchen und dafür zu kämpfen- vielleicht oft auch umsonst- als auf eine "naturgegebene" Gerechtigkeit in einem Leben nach dem Tod zu hoffen. Alle guten Dinge: Gerechtigkeit, Vergebung, Liebe..kann es nur mit der Unvollkommenheit geben.

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